BITTE WESCHSELN .eu .eu .eu .eu

du findest alles, ein wenig mehr wie ich es will
unter

nondimeno.blogsport.eu

siehe da
bis dahin

m

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rot weiß perle

Weiß
macht mich wie weise
lustvoll auf alles was richtig ist
und gelernt werden will
mit Perlen dazu in Schorle
macht es mich
witzgewandt und Lebensdurstig

Rot
mach mich voll Sehnsucht
blutrot schwillt mein Herz dann an
nach Feuer Tragik Liebe und Humor
will magisch leben dann
und Sex mit Liebe

Sekt
bringt mich in Euphorie
und Feierlaune
lass zelebrieren
alles was noch nicht
gehuldigt ist

ja wie liebt man

liebt man geradlinig
herzgeführt mit ganz viel Wärme
Geduld und Zuversicht
Einheit in Zweisamkeit
dem Menschen zugewandt und nicht dem Körper
(und liebt man dann
mit einer alles erwähnenden Ehrlichkeit
und koste es auch stundenlang
geduldige Beteuerung) ?

liebt man rückwärts
bedacht auf was schon war und nicht gelang
was nicht gelingt und was nicht sein darf?
mit erst beim dritten Versuch und
zweifelsvoll
beobachtend beobachtend
und mit der Zeit
vielleicht
ein Schritt dann zwei
und wenn er geht
dann war es nicht das Rechte?
nichts gewagt was schief geh‘n könnte
(und nichts gewonnen)?
doch wenn sie bleibt
dann ist es wohl für immer?

oder liebt man seitwärst
alles was kommt das nehm ich mit
werd ja schon sehen was es bringt
voll rauschender Blindheit
rein ins Glück und raus
wie es halt kommen will
und wenn auch einsam dann
so doch hier und da beglückt befriedet?

und

liebt man wartend
auf die Eine, den Einen
oder kommt der Jene, die Welche
wenn überhaupt
nur mit den Lektionen all der andern?

-
-

(in Anlehnung an „ja wie tanzt man Pasodobel“ v. K.Hoffmann
der Rhytmik unbedacht)

Meinetwegen Ja

Ach Melancholie, nee, nee verdammt ich will doch wieder leben und geniessen und ich will mich nicht mehr richten nach den Lektoren meines Kopfes die da sagen was wie klingen soll und wieviel Inhalt dann zu viel ist. Ich will wieder Lieder schreiben, und sei es nur in mein Herz, will wieder Briefe schreiben, komm, Ferdinand, lass uns noch einmal betrunken Videos drehen an der Spree, die dann keiner mehr entziffern kann und laß uns die Strassen übergiessen mit meinetwegen billigen Gedichten. Du drehst dich hin und her in meinem Kopf und ich Idiot weiß es jetzt schon besser noch bevor es überhaupt gut werden kann. Ich will noch einmal den Vorabend bereuhen und ich bin nun mal ich bin nun mal ich bin nun mal nicht gut im Nachherredigieren. Wer weiß schon was richtig ist ich weiß was richtig ist für mich in diesem Moment dieses Glas blutrot in meine Adern und nicht richtig ist immer wieder zu überlegen ob es richtig ist. Meinetwegen auch ohne Punkt und Komma, komm doch dann keinen Schritt weiter mit all der überdachten Selbstkritik daß ich ja alles schon gesehen hätte. Ich will mich wieder selber führen will mich spüren lieben lügen toben ja und auch bereuhen alles Nächtliche was kostets schon. Ich hab genug von all der Schweigsamkeit die ich nie gelernt habe, vielleicht ists einfach halt nicht meins, will Worte, Salven, Gedichte, Romane, Bibliotheken an die Wände singen mit Musik und will jeden Ton in meinem Bauch haben will wieder schreien raus damit komm Ferdinand, wie bin ich bloß auf diesen Namen, wie bloß dies Video auf meine Kamera gekommen wo bist Du komm schon laß uns nochmal tanzen und wenns Dir am Ende doch zu bunt wird hab ich auch nicht weniger als jetzt dann geh und wenigstens war dann wieder Farbe in meinen zehn Wänden plus Stadt plus Fluß plus Tanzlokal. Führ mich noch einmal ich erinner mich so gern daran kann doch sonst nie zu zweit mit jemand tanzen und meinetwegen geht es nur ethanolberauscht fuck off solange ich mich immernoch erinner wie man auf türkisch bis fünf zählt kanns so schlimm nicht gewesen sein und alles was ich nicht mehr weiß erzähls mir doch beim Frühstück nach einer Stunde Schlaf und das Kind vor und in mir verstehen sich dann eh meistens sehr gut.

katervorteile

in dieser kleinen dunklen ecke dieses internetcafes fühle ich mich seltsam sicher. mein körper braucht heute alle seine irgendwo vorhanden ressourcen zur blutreinigung, weil ich mich am vorabend seit langem mal wieder so übel besoffen habe daß ich zweimal alles was ich im magen hatte ausgekotzt habe und mir beim aufwachen graublau die scham ins gedächtnis stieg. ich bin nicht in der lage mehr als einen komplizierten gedankengang im gehirn zu verarbeiten. ich nehme den schlüssel vom tisch, gehe aus der tür, schliesse sie hinter mir und sehe erschrocken in meine hand ob ich den schlüssel habe. mein körper hat seine prioritäten für heute ganz deutlich verschoben. tief anerlernte verhaltensmuster, die aber immer ein klein wenig kraft kosten, funktionieren nicht mehr gut, bei der noch so kleinsten stelle im videofilm muß ich heulen, und auch daß mir die gestrige letzte stunde enorm peinlich ist kann ich irgendwie nur mit einem schwachen schmunzeln zur kenntnis nehmen.
es geht mir nicht gut, körperlich, aber ich mag diese klare entscheidung meines körpers, heute einfach für nichts weiter auch nur einen finger zu krümmen als für die dringend notwendige entgiftung. vielleicht sollte das öfter so sein, wenn man mal gift ein bisschen weiter definiert. stadtmief, alte muster, falsche wahrheiten, unnotwendige gedanken. ich mag es, daß ich so gar nicht imstande bin meine emotionen zu kontrollieren. ich habe einfach nicht die geringste körperliche kraft meine gesichtsmuskeln zu steuern oder aufrecht zu halten. verschiedene gefühle steigen bei all den filmen in mir auf. euphorie. eine irre sehnsucht. wut. langeweile. unruhe. freude. glück. ach alles mögliche. und ich kann es einfach nur zur kenntnis nehmen. ich sitze da und merke daß ich ne irre sehnsucht nach einem mensch an meiner seite habe. und ich muß nichtmal heulen oder so. und wenn ich heulen müsste könnte ich es nicht aufhalten. und ich hätte nicht mal die kraft mich dafür zu schämen. nur gerade muß ich nicht heulen. gerade bin ich eigentlich ganz guter dinge. (außer daß mir sehr sehr schlecht ist.) ich würde in meinem leben gerne mal einen film drehen. oder ich habe lust in andern ländern irgendwas gutes zu machen. kinder zu unterrichten oder schultaschen zu verschenken oder sowas. oder ein jude und ein palästinenser zu irgendnem anlass einzuladen. oder große weiße oder orange oder grüne fahnen auf denen FRIEDE steht aufzuhängen. oder was weiß ich. und ich habe lust auf was mit fisch. ich bin sogar zu kraftlos um innerlich lange darüber zu streiten ob solche friedensvorhaben einfach zu groß gedacht sind oder ob ich nicht nur mit solchen grossen gedanken wirklich was bewege. ach es liesse sich alles weiterdenken aber ich habe einfach keine reserven dafür. das ist irgendwie schön.
nur alleine bin ich gerade ungern, aber nun ja. vielleicht läßt sich in meinem adressbuch noch jemand passendes finden. ich gehe jetzt den zweiten film zurückbringen und hole mir noch einen. ich möchte gerne sachen schreiben die viele menschen gut finden.
uff. meine arme…

ganz privat

Herrje.
Von Zeit zu Zeit
wüsche ich mir eine Kiste
ganz privat
akkustischinhaltlich versiegelt

Deckel auf:

Ihr nervigen Verdecktpessimisten
Energiezieher, Blindgänger,
Ihr verdammten Feiglinge, Logikallergiker
möchtegernradikalen Angstindividualisten.
Habt ihr den Hauch einer Ahnung
wie unwirtschaftlich meine Kraftausgaben sind wenn ich
auch nur eine halbe Stunde Euren Zukunftsthesen lausche
(mein volles System auf Kurs weg vom Esistallesschlechteisberg)
selbstmitleidsüchtige Untergangsprognosenjunkys
Ihr raubt mir mein vorletztes Körnchen Enthusiasmus
Ihr bescheuerten Vollidioten
geht mir nie wieder auf den Sack mit
Eurer dilletantischen Theaterbeleuchtung
bewegungslos auf Daslässtsichnichtändern im schwarzen Anzug.
DAS IST KEINE KUNST!

Deckel zu.

Mein Eid

Mein persönlicher Eid.
Mein Prinzip zum Nichtaufsaugenlassen
von Eswirdnieandersmühlen
Opfermythen
Staubtrockenen Tragikergüssen
Ode an den Pessimismus
Standbild der Mensch ist schlecht
Standbild das System tut
Standbild Prognose abwärts
Dauermodus finde Schlechtes

Meinen persönlichen Eid
mühsam erhaltend
wie: jeden Tag kalt duschen
Stapfen durch bittertiefen Schnee
Immer-schön-nach-Vorne-sehen

Nur nicht aufsaugen lassen!

Wie soll ich das je alles sortieren?

Wie soll ich das je alles sortieren?
Vielleicht ist das die wahre Kunst des Lyrikers.
Sortieren.
Worauf lass ich mich jetzt ein?
Was lass ich außen vor, vorerst?
Was lass ich zu.
Was nicht. Vorerst.

SGB II

Müde glänzende Plastikdaunenjacken
in russisch, oder polinisch. Oder so.
Leistungsbereich. Zimmer 1.071. 363 G. Frau Krisch.
ein Kind, (Vater immer hinterher, in Jeansjacke)
atmet die unendlichen Weiten dieses Flurs. Über seltsamblau bürogerechter Auslegware.
In A4-Normalität pflichtbewusst versunkene Agenturangestellte,
immer mit Schlüssel in der Hand,
Tür auf, Tür abschließen hinter sich. (gewohnte Handbewegung.)
Stets zu sozialarbeiterischem Frieden bereit,
aber wenn nötig auch zu Waffengewalt.

Von Autos und Ameisen

Da steht ein Mann. Ich komme von der S-Bahn.
Wedding.
Er sieht sich einen BMW an,
ich sehe, näherkommend und vorbeigehend,
einen Zettel. Zu Verkaufen. 990,- €.
Auf einem Computergeschrieben Vordruck mit Handschrift ausgefüllt
Neun Neun Null. Ob “VB” da stand weiß ich schon nicht mehr.
Auch das Baujahr habe ich vergessen. Vielleicht 90? 93? Ich bleibe etwas weiter weg stehen.
Sehe den Mann. Dunkles, graues, dickes Haar, was aber
auf seiner afrikanischen, faltigen Haut so hell wirkt.
Wann diese Haut wohl afrikanische Sonne gerochen hat…
Vielleicht nie? Vielleicht kommt er aus den USA.
Der Mann, sauber, freundlich. Einen Beutel in der Hand. Auch der,
sauber, freundlich. Eine Bundfaltenhose
in schwer zu definierendem aber beruhigendem beige. Eine schwarze Lederjacke.
Eine irgendwie auch angenehme Lederjacke. Er wischt
die Tropfen von der Autoscheibe um den Zettel besser lesen zu können.
Dabei bewegt er seinen Oberkörper und auch
seine Beine fast etwas steif. Er erinnert mich dabei an Ray Charles
in Blues Brothers.
Vielleicht auch an einen anderen schwarzen alten Mann mit grauen Haaren
und diesen soulig-steifen Bewegungen wie ich es in Filmen gesehen habe.
Ich wünschte ich wäre stehengeblieben. Ich möchte
zu ihm gehen. Ich möchte
irgendwelche Geschichten von ihm hören und sehen
wie er wohnt. Ich möchte auch wissen
ob er so einsam ist, wie er mir vorkommt, oder
ob es nur mein Deutsch-sein ist, was dieses Versunkensein
in sich und das Auto und seine Gedanken,
und das Nichtverstecken seiner Mimik
zu diesen Gedanken, bloß für Einsamkeit hält. Ich möchte
mit diesem alten Mann reden und mir immer wieder
diesen Kontrast seiner dunklen Haut
und der hellen Haare ansehen. Ich möchte,
ohne komische Stadt-Kennenlerngespräche im Vorhinein,
Zeit mit ihm teilen als sei es ein guter Freund. Oder mein Onkel. Oder so.
Vielleicht ist er ja ein ganz grimmiger Mensch. Dann würde ich
ihn am liebsten täglich mit etwas Fröhlichkeit belästigen. Ich möchte
ihn ansprechen…
Aber ich bin schon längst in die U-Bahn umgestiegen.
Sein Kosmos schon längst vom Individualstrom davongeschwämmt.
Diese Stadt ist wie ein riesiger Ameisenhaufen, bei dem man den Ameisen
sowohl die Königin als auch die Notwendigkeit ums Überleben zu kämpfen abgenommen hat.

kinder brauchen liebe

unter anderem

elektrische milchpumpen. mannfraukind. 15 quadratmeter für anderthalbjähriges leben. nichteltern an tischen neben automief. happyhour. ein zimmer pro mensch. chips unter tierhäute. agenturen für lohnarbeit. quicktags. vier fahrstühle für zehn meter senkrechte luftlinie. bildungspflicht. aufgeklärt und von nichts ne ahnung. tarifoption bonusminuten. mann das ist doch irgendwie alles völlig verkehrt

Händedruck verchromt

Donnerstag, sechzehn Uhr. Charlottenstraße achzig. Bitte bring einen Lebenslauf mit und, wenn möglich, ein Passfoto.
(Dem voraus, in postmoderner Teamkollegialität und -wie er später noch mehrfach betonen wird- weil wir echt ein super Team sind: wir duzen uns hier alle)
Dann
Ästhetisch kühler Fahrstuhlknopf.
Zweiter Stock.
Bis auf die Ledersessel -deplaziert, wenn ihr mich fragt-
Möbilat in 90 °. Aber mattmilchverglast.
Schwarz mit Weiß in diplomatischer Zweisamkeit.
Das Grau bleibt hinter den Blicken der sexyerfolgreich lächelnden Fotos,
im Siegerpodeststil.
Mitarbeiter des Monats.
Auch die sagenwir Begrüßung
Postmodern
Anzug. Unvermeidlich.
Hast Du gut hergefunden? Du siehst etwas erschöpft aus.
Nein? Na dann bin ich ja froh. (Jakettrepositionierung.)
So. …
Aha…
M Mhm
Vielleicht erzählst Du erstmal etwas über Dich?

(„Drinne saßen gehend Leute / schweigend ins Gespräch vertieft / als Beziehungsdesint‘resse wissensdurstig Runden lief“)

Staubpartikel -reibungslos-
behalten würdevoll die glasgetarnte Dürre bei.
Freundlicher, temperaturloser Informationsaustausch.
Vielleicht am Flipchart ein paar Celsiusbewegungen.
Staatssubventionierte Vermögensberatung wird
altersvorsorgend auf Papier skizziert.
Für einen Moment
überstrahlt Krawatteneuphorie den Firmenleuchtdiodenschriftzug hinter ihr.
Zu den führenden Unternehmen des Wirtschaftsmarkts.
Der Kunde zahlt:
[-große Null mit Edding auf firmeneigenem Briefblock-]
0 € !
Roundabout fünf bis sieben Empfehlungen pro Jahr!
Nun gut.
Ich mag den Fahrstuhlknopf.
Morgen Vormittag. Erreiche ich Sie da?
(Sie??)
Erdgeschoss.
die Normalität weht erleichtert etwas Temperatur ins Gesicht.
Ein Malzbier. 1,98. Im deutschen Currywurstmuseum.
Verschiedene Suppen: 3,-
Currywurst: 2,-
Probierpackung: 1,50
Einatmen.
Ausatmen.
Irgendwas stimmt doch hier nicht…!?

<< Älter (als) Seite 1 von 2

Mahnungsfunken, leicht glitzernd
tipp tipp tipp. tapp. tapp tapp. tipp tipp tapp tipp tipp tipp.
tapp tapp tapp tapp tapp.
Trenne mehrere URLs mit Leerzeichzeichen.
… ahnungslos.
(Als Privat speichern.)
Einfach jedes verdammte Ding, kann, irgendwie, als Metapher betrachtet werden.
Pinsel. Farbe. Tasten. Ich kann malen.
Jaa jaa jaa!